Nahrungsergänzungen – Pro & Contra

pills-1442455-640x480Bei Beratungen und Gesprächen zum Thema Vitamine, Enzyme, Mineralien und Spurenelemente höre ich immer wieder den Satz:
„Aber ich esse doch täglich Obst und Gemüse – da sind doch ganz viele Vitamine drin, oder?!“

Meine Antwort lautet dann meist: „Theoretisch schon…“
Wie ist es denn nun wirklich um „unser“ Obst und Gemüse bestellt?
Ein Großteil des kaufbaren Obstes und Gemüses wird im Ausland (Holland, Australien, Neuseeland etc.) in Monokulturen angebaut. Massiv mit Pestiziden und Herbiziden behandelt und später, unreif geerntet,
nach mehr oder weniger langer Transportzeit wird künstlich nachgereift, wobei man wiederum die Hilfe der Chemieindustrie zu nutzen weiß.  Genmanipulation ist inzwischen Alltag und sorgt für die erforderliche lange Haltbarkeit.

Was auf der Ladentheke landen darf, bestimmen lt. EU-Regeln ästhetische Kriterien, wie Größe, Form und Farbe. Wesentliche Dinge, wie z.B. Inhaltsstoffe, Geschmack und Geruch zählen hier NICHT.

  • Wir alle kennen sie – die typisch holländische Tomate: blaß-orange, blasse Tomate Salatblattgeschmacksneutral, mit Duftstoffen nachträglich auf Tomate getrimmt – insgesamt eher der vierte Aggregatzustand des Wassers…
    Wussten Sie, daß ungefähr die Hälfte der ausliegenden Einheitsware älter als ein halbes Jahr ist?
    Was dies für eventuell vorhandene Spuren von Vitaminen und Enzymen bedeutet, zeigt der Ausschnitt aus folgender Studie:
    Ein Vergleich der Nährstoffmengen in Obst und Gemüse in Großbritannien gemäß der dritten Ausgabe von „The Composition of Foods“ (zusammengestellt 1960 von Dr. McCance und Dr. Widdowson) mit den Angaben in der fünften Ausgabe (veröffentlicht 1991 durch die Royal Society of Chemistry und das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung) ergibt: Über diesen Zeitraum von 31 Jahren sank der Anteil von Carotinoiden in Rosenkohl um 50%, in Broccoli um 77%, in Himbeeren um 92,5% und in Bananen um 93%.
    Eine Banane enthielt also 1991 nur noch 7% der Carotinoiden, die 1960 vorhanden waren. 1991 mussten 17 Bananen verzehrt werden, um dieselbe Menge an Carotinoiden zu erhalten wie 1960 mit einer einzigen Banane.
    Der Anteil von Thiamin (Vitamin B1) in Rote Bete sank um 67%; der Niacingehalt fiel in Karotten um 50% und in Rosenkohl um 72%. Der Anteil von Riboflavin (Vitamin B2) sank in Bananen um 43%, in Karotten um 50%, in Kohl um 60%, in Rote Bete um 80% und in Broccoli gar um 99,8%! Broccoli liefert somit praktisch kein Riboflavin mehr.
    Ein Großteil unserer Nahrung wird vor dem Verzehr gekocht, gebraten oder in der Mikrowelle erhitzt. Die lebenswichtigen Enzyme sterben aber bereits bei ca. 40°C ab…
    Unser Bedarf und Verbrauch an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Enzymen ist in den letzten zwanzig Jahren sprunghaft gestiegen.
    Gründe dafür sind u.a.:
  • Chemikalien, die wir tagtäglich mit der Luft, dem Wasser und der Nahrung aufnehmen
  • radioaktive Belastung, die keine Landes- oder Kontinents-Grenzen kennt und sogar in der Antarktis nachweisbar ist
  • Elektrosmog, der uns vom Schlafzimmer (Funkwecker) bis in den Alltag (Handy und PC) hinein begleitet
  • eine zunehmend hektische Lebensweise, die von Terminen und Verpflichtungen geprägt ist.Meine Erfahrung aus dem Praxis-Alltag zeigt: Bei nahezu allen Patienten ist ein Mangel an Vitaminen, Enzymen, Mineralien und Spurenelementen erkennbar.
    Chlorophyll
    Mit dem gezielten Einsatz von Nahrungsergänzungs-Präparaten lassen sich eine Vielzahl von Beschwerden günstig beeinflussen. Das Allgemeinbefinden verbessert sich spürbar und sichtbar
    Laborwerte verbessern sich wieder.
    Der Markt wird derzeit mit einer Unmenge von Präparaten überschwemmt, die sich in den Inhaltsstoffen, der Verarbeitung, der Produktphilosophie und somit in ihrer Qualität und dem Preis deutlich unterscheiden. Bei der Auswahl sollte man sehr genau auf folgende Kriterien achten:
  • Arzneimittelqualität, damit die deklarierten Inhaltsstoffe sowie rückstandsfreie Qualität garantiert sind
  • Kaltherstellung, um die verwendeten pflanzlichen Inhaltsstoffe „am Leben zu erhalten“
  • höchstmögliche Bioverfügbarkeit, denn was nützt beispielsweise eins der gern verschriebenen Kalziumpräparate, wenn der Körper dieses nur zu 10 oder 20% verwerten kann…
  • natürlicher Verbund der Inhaltsstoffe, weil es zwischen den einzelnen Bestandteilen wichtige Wechselwirkungen gibt
  • Verzicht auf künstliche Konservierungsstoffe, künstliche Süßstoffe, Geschmacks- oder Farbstoffe, Zucker und bekannte Allergieauslöser, wie z.B. Weizen und Gluten
  • Hersteller mit langjähriger Erfahrung, denn „Trittbrettfahrer“ gibt es viele.Es gibt leider nur wenige Hersteller, die all diese Anforderungen erfüllen können. Auf Wunsch berate ich Sie diesbezüglich gerne.
    In regelmäßigen Abständen wird von Seiten bestimmter Interessengruppen immer wieder vor der Gefährlichkeit von Vitamin-Überdosierungen gewarnt. Nach meinem Wissensstand basieren die dafür herangezogenen Studien auf dem Einsatz von Monopräparaten und können in dieser Form nicht auf hochwertige Kombinationspräparate übertragen werden.
    Des weiteren steht die Überdosierungs-Panik im Widerspruch zu den Erkenntnissen von Vitaminforschern und Therapeuten aus aller Welt.
    Aus eigener Erfahrung, mit unterschiedlichen Präparaten und Höchstdosierungen über mehrere Monate hinweg, konnte ich keine der angekündigten Überdosierungserscheinungen feststellen.
    In der Praxis war zu beobachten, daß diverse Therapien mit der gezielten Unterstützung durch Nahrungsergänzungs-Präparate schneller und effektiver verliefen bzw. überhaupt erst „griffen“.
    Nahrungsergänzungs-Präparate können und sollen eine vernünftige Ernährung nicht ersetzen, tragen jedoch, nach derzeitigem Wissensstand und meinen bisherigen Erfahrungen, maßgeblich zu mehr Gesundheit, Wohlgefühl und Lebenskraft bei.
PraxisAdmin

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