Der Milch-Mythos

„Jaja, die Milch macht’s“
„Für Ihre Kinder mit der Extraportion Milch“
„Milch macht müde Männer munter“

Die Hersteller von Milch-Schnute, Kinda-Pongo, Schokolade, Quark, Joghurt und Milchgetränken werden nicht müde, uns die Unabdingbarkeit ihrer Produkte zu suggerieren und zu implantieren.

Was ist denn nun dran, am Mythos Milch? Es stimmt, dass Milch viel Kalzium, Eiweiß und Mineralien enthält.
Soweit, sogut. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

  • Beginnemilk-container-1507753n wir mit einem Blick in die Natur und folgenden Fragen, die sich bitte jeder selbst beantworten möge:
    • Welches Säugetier trinkt artfremde Milch?
    • Welches Säugetier trinkt Milch nach dem Abstillen vom Muttertier?
    • Und bevor der Ruf nach dem Hauptargument Kalzium ertönt: Woher hat denn die Kuh das Kalzium, das sie mit der Milch abgibt?
  • Die Zusammensetzung der verschiedenen Milchsorten von Mensch, Kuh, Pferd, Ziege, Katze oder Hund ist immer optimiert für den jeweiligen Nachwuchs.
    Für wen ist dann Kuhmilch gedacht und gemacht?
  • Blick in die physiologischen Gegebenheiten: Warum produziert der Körper von Säugetieren nach der Stillperiode keine Laktase mehr, die für die Verwertung des Milchbestandteils Laktose erforderlich ist? Und warum wird diese biologische Gegebenheit als Laktose-Unverträglichkeit verkauft?
  • Dann werfen wir auch einen Blick in die Statistik und stellen fest, dass die Länder mit dem höchsten Milchverbrauch u.a. die höchste Osteoporosehäufigkeit haben. Hoppla.
  • Milch findet sich, neben Hühnerei und Weißmehl, als einer der Haupt- Allergie- Auslöser und wirkt gleichzeitig stark verschleimend.
  • Im übrigen ist die Milch aus dem Supermarkt grundsätzlich erhitzt (ja, leider auch der Werbegag der sogenannten Frischmilch ist pasteurisiert) und homogenisiert. Während das Erhitzen im Namen von Hygiene und Haltbarkeit die Eiweißstruktur verändert und damit die Verfügbarkeit (Aufspaltung der Aminosäuren für den Umbau in körpereigene) noch weiter verschlechtert, sorgt das Homogenisieren dafür, dass die zerkleinerten Fettpartikel ohne die von der Natur vorgesehene enzymatische Aufspaltung die Darmwände passieren können.
    Dafür rahmt die Milch nicht. Ein schwacher Trost.
  • Wer denkt, das sei nun alles, wird leider enttäuscht: H-„Milch“ mit einer Haltbarkeit von Wochen, Monaten oder Jahren wird nicht mehr sauer, sondern nach und nach immer ungenießbarer. Während man saure Milch sofort als solche erkennt, bleibt die Frage, wann eigentlich bei der schleichenden Variante der „schlechte“ Zustand erreicht ist. Mal abgesehen davon, dass erhitzte Milch sowieso eigenartig schmeckt.

MilchglasFazit: Wer auf seine Milch nicht verzichten möchte, sollte versuchen, Rohmilch oder Vorzugsmilch über einen Naturkostladen oder vom Biobauern zu beziehen. Einige Naturkostläden und Höfe bieten außerdem die von der Zusammensetzung wesentlich günstigere Stuten- oder Ziegenmilch an. Trotz alledem sollte man auch diese nie als Getränk, sondern als Lebensmittel ansehen und in Maßen konsumieren.
Ein Glas (richtige) Milch am Tag kann ein gesunder Organismus problemlos vertragen und auch verwerten, aber wie bei so vielen Dingen macht’s eben auch hier die Menge.
Und zu allem Überfluss werden uns zum Verwerten des Milchüberschusses (sog. „Butterberg“ und „Milchsee“) verschiedene Milchbestandteile und Milchverarbeitungsnebenprodukte aller Art auch noch in versteckter Form untergejubelt.
Siehe Zutatenlisten beim nächsten Einkauf…

Sie haben immer noch Angst davor, ohne Milch nicht ausreichend mit Kalzium versorgt zu werden? Eine der ergiebigsten Kalziumquellen ist Sesam mit 780 mg. Auch Mandeln, Nüsse, Grünkohl, Broccoli, Keimlinge, Hülsenfrüchte und Ölsardinen sind z.B. leckere Alternativen.

Nicht zu vergessen: Kalzium allein nützt Ihrem Körper, den Knochen und den Zähnen gar nichts! Ohne Vitamin D, K2 und Magnesium (in optimal bioverfügbarer Form!) sind Sie wie ein Maurer, der ein Haus nur mit Steinen mauert – jedoch ohne Zement, Wasser, Kies und Armierung.
Wieviel Vertrauen hätten Sie in ein solches Haus?

Die oben aufgeführten Informationen sind seit Jahren bekannt, …zig Studien wurden erstellt und sind verfügbar, etliche Therapeuten können aus eigener Erfahrung berichten. Trotzdem wird weitergemacht wie eh und je. Warum? Das überlass ich der Fantasie jedes einzelnen. Eine kleine Anregung gab es früher auf den Seiten der CMA (inzwischen liquidiert) und jetzt in Fragmenten noch hier (s. Absatz „Über uns)“).

„Tjaja, die Milch-Macht“

Ich geh jetzt erst mal ’n Glas Wasser trinken… Prost!

PraxisAdmin

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