Das Märchen vom bösen, bösen Fett und dem Übergewicht

Olivenöl

Olivenöl

Das Märchen vom bösen, bösen Fett und dem Übergewicht

Sicherlich kennen auch Sie die immer wieder auftretenden Warnungen vor dem bösen und hinterhältigen Dickmacher FETT.
Selbst da, wo wir Gesundes vermuten, lauert die Fett-Falle.
Hier eine kleine Sammlung der letzten Irrtümer, pardon – Meldungen, die mir in der letzten Zeit wieder über den Weg liefen.

(Bitte nur lesen – nicht glauben!)

Wenig Fett und viele Ballaststoffe machen die Figur fit
Aachen (dpa/gms) – Um die Figur für den Bikini oder die Badehose zu trimmen, sollte auf eine fettarme Ernährung mit vielen sättigenden Ballaststoffen gesetzt werden. Das bestätigt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik (GfED) in Aachen.

Viele wissen (!!!*) auch, dass man bei einer kalorienarmen Ernährung vor allem auf Fett verzichten muss. Fett ist nun einmal der Dickmacher Nummer eins. Das Hauptproblem ist: Wir stehen vor dem Regal im Supermarkt und haben es sehr schwer, die wirklich fettarmen Produkte zu erkennen.

Die meisten von uns wissen (!!!*) natürlich, dass Sahne, Bratkartoffeln, Sauce Hollandaise, Butter und Öl viel Fett enthalten. Doch wissen Sie auch, dass 100 Gramm Walnüsse mehr Fett enthalten als ein halbes Kilogramm Schlagsahne?

Avocado

Avocado

Avocado: Die exotisch-leckere-Frucht ist leider ganz hinterhältig, denn sie enthält so viel Fett wie ein ganzes Kilogramm Schokoladenpudding und deckt ebenfalls den halben Tagesbedarf.



Aal, Hering, Lachs, Makrele, Thunfisch: Eigentlich passt Fisch sehr gut in den Speiseplan Abnehmwilliger. Diese Sorten allerdings enthalten viel Fett und sollten eher gemieden werden.

Nüsse im Müsli: Achten Sie darauf, dass ihr Müsli wenig oder keine Nüsse enthält. Wenn Sie es selbst zubereiten können Sie es mit getrockneten Rosinen, frischem Obst und Honig sehr schmackhaft anrichten.

Unsinn – behaupte ich !!! (Und stehe damit nicht alleine da.)

* Interessant auch, wie an den gekennzeichneten Stellen ein Irrtum als allgemeines Wissen verkauft wird…

In anderen Newslettern wird dann schon etwas relativiert:

  • “Fettfrei ist nicht immer gesund”  oder
  • “Auf Fett sollte nicht ganz verzichtet werden – am besten geeignet sei Rapsöl.”

Leider immer noch falsch…

Eine gewagte Behauptung – sicherlich. Wo doch “alle wissen”, was da oben geschrieben steht. Nur leider ist dies der Stand des Wissens von vorvorgestern. Auch was ständig wiederholt wird, von noch so vielen Experten, kann dennoch falsch sein.

Bereits eine Ernährung, die arm an guten Fetten ist, beschert uns unter anderem Zappelphillipe und Demenz. (Dazu später an dieser Stelle mehr).

Bitte – lieber mündiger Leser – verabschieden Sie sich von der noch immer propagierten fettarmen oder fettfreien Ernährung, deren Schwerpunkt auf vielen Kohlenhydraten, wenig Eiweiß und noch weniger Fett basiert.
Die Amerikaner haben es uns eigentlich lange genug vorgelebt und das Ergebnis ist erschreckend:

Übergewicht als Volksseuche, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als “Normalität” und Krebs auf dem Vormarsch zur Todesursache Nr. 1.
“Dank” fettarmer, kohlenhydratreicher Nahrung!

Unsere Körperzellen bestehen hauptsächlich aus
Wasser, Eiweiß und Fett,
Mineralien und Spurenelementen.
Nervengewebe, Hormonproduktion, Muskelerhalt sind abhängig von einer ausreichenden Versorgung mit diesen Stoffen.

Die Griechen verbrauchen pro Kopf (statistisch gesehen, also auch Säuglinge und Kinder eingerechnet) über 40 Liter Olivenöl im Jahr. Das ist ca. 1 Liter in der Woche! Folge Übergewicht? Fehlanzeige, Dafür ein gesünderes Herz-Kreislauf-System.

Lernen Sie deshalb zu unterscheiden – nämlich zwischen den “guten” und den “schlechten” Fetten, den “guten” und den “schlechten” Eiweißen, den “guten” und den “schlechten” Kohlenhydraten.

Als kurze Übersicht, warum dies so ist, folgende Ausführungen. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, ist mit den anschließenden Buchempfehlungen sehr gut beraten.

Unsere Körperzellen werden ständig erneuert. Die Baustoffe heißen vor allem Eiweiß (Aminosäuren), Fette, Mineralien und Spurenelemente. Sie heißen nicht Kohlenhydrate! Diese sind “Brennstoff”, und als solcher sollten Sie betrachtet werden. So, wie Sie Ihr Auto auch nur mit dem richtigen Brennstoff füttern, und nicht mit dem billigsten, sollten Sie auch hier wählerisch sein.

Bei den meisten Menschen erfolgt die Energiegewinnung – entwicklungsgeschichtlich bedingt oder auch als Folge jahrelanger Fehlernährung – in erster Linie durch Verbrennung der schnell verfügbaren Kohlenhydrate. In den früher regelmäßig auftretenden Zeiten des Mangels wurde dann die Fettreserven aufgebraucht. Unser Körper war ohne weiteres in der Lage, zwischen den entsprechenden Prozessen umzuschalten.

Der “zivilisierte Mensch” von heute lebt im ständigen Überfluss. Noch nie wurde so viel – und so falsch – gegessen wie heute. Kohlenhydrate en masse, gehärtete und tierische Fette dazu und Bewegungsmangel durch Auto, Rolltreppe, Fahrstuhl & Co.

Folge: Ein Teil der Kohlenhydrate wird verbrannt, der Überschuss in Fett umgewandelt und gespeichert. Die energiereicheren Fette bleiben liegen (z.B. auf Hüfte, Bauch und Beinen). Dies wird dadurch begünstigt, dass bei der Verstoffwechslung der Gruppe der weniger guten Kohlenhydrate (z.B. Gebäck und zuckerhaltige Nahrung) der Insulinespiegel steigt, was die Fette in der Zelle einsperrt. Wird der Insulinspiegel sehr stark und schnell angehoben, kommt es etwas später durch Überkompensation zu einer Unterzuckerung – und damit zu Heißhunger. (Ich hatte doch da irgendwo noch eine Tafel Schokolade…)

Fazit: Sie können und werden mit einem ständig hohen Insulinspiegel nicht abnehmen! Das Fett bleibt eingesperrt und kann nicht verbrannt werden. Überschüssige Kalorien (=Energie) landen zusätzlich im Fettspeicher.

Eiweiße und Fette (und auch die Gruppe der guten Kohlenhydrate!) halten ihren Insulinspiegel niedrig.

Was bedeutet dies, wenn Sie abnehmen wollen?

Bewegen Sie sich! Nordic Walking, Schwimmen oder Joggen, egal, aber werden Sie aktiv, um Ihren Grundumsatz zu erhöhen, das Herz-Kreislaufsystem zu trainieren und Muskeln aufzubauen.
Nach langen Pausen bitte unter Anleitung eines Trainiers!

Trinken Sie viel reines, energetisiertes Wasser!

Decken Sie Ihren Bedarf an guten Eiweißen, Fetten und Vitalstoffen, bleiben Sie dabei aber leicht im Energiedefizit. Der Körper lernt nun wieder, die gespeicherten Fette zur Energiegewinnung zu nutzen.
Ein trainierter Muskel verbrennt Fett sogar, während Sie schlafen!
So lange Sie im Energiedefizit bleiben, nehmen Sie nun zwangsläufg ab, ohne in eine Mangelsituation zu gelangen, ohne Hungerattacken zu entwickeln und ohne “zu leiden”.

Da diese Ernährungsform keine Diät ist, sondern eine praktikable Dauerlösung, bei der Sie weder Hunger noch Entbehrung leiden müssen, gibt es keinen Grund, in die alten und falschen Gewohnheiten zurückzukehren. Sie werden es auch gar nicht mehr wollen! Wenn Sie endlich wieder einmal gespürt haben, was es heißt, voller Energie durch den Tag (und durch die Nacht) zu gehen, wenn die überflüssigen, krankmachenden Pfunde wie von allein purzeln – warum zurück ???

In der Praxis höre ich dann oft die Frage, ob ich denn ein Vertreter der Atkins-Diät sei, weil dieser Mann doch auch so argumentiere.
Ein klares Nein, denn die Atkins-Diät ist voll von tierischen Eiweißen und Fetten und verarmt an Faserstoffen. Selbst wenn Sie damit abnehmen können, sind langfristige Folgen mit großer Wahrscheinlichkeit Übersäuerung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Schäden.

PS: Zu den Themen gute/ schlechte Eiweiße/ Fette/ Kohlenhydrate in Kürze weitere Informationen.

Hier noch die angekündigten Buchtipps. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Umdenken…

PraxisAdmin

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